Access-Keys:

A A A

01.08.2013

Welterbe-Städte sichern und weiterentwickeln

Positionspapier des Deutschen Städtetages

Das Positionspapier umfasst Empfehlungen an die Städte zum Umgang mit ihren Welterbestätten, es stellt den Welterbegedanken in Zusammenhang mit der Stadtentwicklungspolitik und gibt Hinweise zur Nutzung des Welterbelabels als Standortfaktor.

Das Präsidium des Deutschen Städtetages hat sich in seiner 329. Sitzung am 05.02.2013 mit der Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt beschäftigt. Es hat dabei in seinem Beschluss festgestellt, dass mit dieser Konvention gelungen ist, deren Werte in Deutschland stärker im Bewusstsein der Menschen zu verankern und die Grundlage für eine Verständigung über universelle Werte im Bereich des Kultur- und Naturerbes zu schaffen.

Die in Deutschland zur Umsetzung der Konvention geschaffenen Regularien haben sich im Grundsatz bewährt und sollten weiterentwickelt werden, um das Deutsche Welterbe auch weiterhin sichern und nutzen zu können.

Das Präsidium hat weiterhin daran erinnert, dass sich Deutschland gemäß Art. 5 der Welterbekonvention nicht nur zum Schutz der in die Welterbeliste eingetragenen Denkmäler verpflichtet hat, sondern den Erhalt des gesamten Kultur- und Naturerbes einen besonderen Stellenwert beigemessen wird. Ungeachtet der Bedeutung der Welterbestätten ist dem allgemeinen baulichen Erbe ein angemessener Stellenwert einzuräumen.

Weiterhin hat das Präsidium die im Positionspapier "Welterbe-Städte sichern und weiterentwickeln" dargelegten Überlegungen zur Bedeutung des UNESCO-Übereinkommens sowie zur Bewältigung von Herausforderungen für die UNESCO-Welterbestätte im Zusammenwirken mit anderen Aufgabenbereichen der Städte unterstützt.

Hintergrund für die Erstellung dieses Positionspapiers war der Umstand, dass zwar zahlreiche Fallstudien und Beschreibungen der Welterbe-Aufgaben aus kulturhistorischer und wissenschaftlicher Sicht vorliegen, diesen Abhandlungen allerdings häufig der Bezug zum lokalen Verwaltungshandeln und zur integrierten Stadtentwicklung fehlt. Die vorliegenden Texte zum Welterbethema neigen dazu, sie aus ihrem Kontext integrierter Stadtentwicklung herauszulösen und sie isoliert zu betrachten, statt im Zusammenhang gesamtstädtischer und teilräumlich-städtebaulicher Entwicklungen zu sehen.

Aufgrund der unmittelbaren Erfahrungen in den Welterbestädten werden deshalb in dem Positionspapier relevante Arbeitsbereiche und Problemfelder beschrieben. Es schließen sich Empfehlungen gegenüber verschiedenen Verwaltungsebenen an. Das Papier orientiert sich zunächst nach innen. Ausgangspunkt der Arbeiten waren Städte, die über ein flächenhaftes Welterbe verfügen. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass verschiedene Abschnitte auch auf Städte mit anderen Welterbestätten (einzelne Gebäude, Ensembles, technische Denkmäler etc.) zutreffen. Darüber hinaus sind einige Hinweise auch auf historische Städte mit einem großen Denkmalbestand allgemein anwendbar.

Das Papier entfaltet schließlich auch für Städte Relevanz, die den Welterbetitel anstreben, denn die unübersichtliche Literaturlage, zum Teil intransparente Vorgaben der UNESCO-Kommission und vergleichsweise komplizierte Verwaltungswege zeigen mögliche Problemfelder bereits für Bewerberstädte auf.

Positionspapier "Welterbe-Städte sichern und weiterentwickeln" (deutsche Version) 
(PDF-Datei) Download (378 kB)

Das Positionspapier ist in wesentlichen Teilen auch in englischer Sprache von der Organization of World Heritage veröffentlicht worden und steht zum Download zur Verfügung.

The position paper of OWHC in english language is based on the  publication: DEUTSCHER STÄDTETAG, Welterbe-Städte sichern und weiterentwickeln - Positionspapier des Deutschen Städtetages, 2013.

position paper OWHC (english version)
 

Schwerpunkte

  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur und Luftreinhaltung Mehr

Aachen Aalen Amberg Annaberg-Buchholz Ansbach Aschaffenburg Auerbach/Vogtland Augsburg Bad Kreuznach Bad Reichenhall Baden-Baden Bamberg Bautzen Bayreuth Berlin Biberach an der Riß Bielefeld Bocholt Bochum Bonn Bottrop Brandenburg an der Havel Braunschweig Bremen Bremerhaven Castrop-Rauxel Celle Chemnitz Coburg Cottbus Darmstadt Delitzsch Delmenhorst Dessau-Roßlau Dortmund Dresden Duisburg Düren Düsseldorf Eisenach Eisenhüttenstadt Emden Erfurt Erkner Erlangen Essen Esslingen am Neckar Falkensee Finsterwalde Flensburg Forst (Lausitz) Frankenthal (Pfalz) Frankfurt (Oder) Frankfurt am Main Freiberg Freiburg im Breisgau Friedrichshafen Fulda Fürth Gelsenkirchen Gera Gießen Gladbeck Glauchau Goslar Gotha Greifswald Gräfelfing Göttingen Gütersloh Hagen Halle (Saale) Hamburg Hameln Hamm Hanau Hannover Heidelberg Heidenheim an der Brenz Heilbronn Hennigsdorf Herford Herne Hildesheim Hof Hoyerswerda Ingolstadt Iserlohn Jena Kaiserslautern Kamenz Karlsruhe Kassel Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Kiel Koblenz Konstanz Krefeld Köln Landau in der Pfalz Landsberg am Lech Landshut Leinefelde-Worbis Leipzig Leverkusen Limbach-Oberfrohna Lindau (Bodensee) Ludwigsburg Ludwigshafen am Rhein Lörrach Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg Memmingen Merseburg Mönchengladbach Mühlhausen/Thüringen Mülheim an der Ruhr München Münster Neu-Ulm Neubrandenburg Neuenhagen bei Berlin Neumünster Neuruppin Neuss Neustadt am Rübenberge Neustadt an der Weinstraße Neustadt bei Coburg Neuwied Nordhausen Nürnberg Nürtingen Oberhausen Offenbach am Main Offenburg Oldenburg Osnabrück Passau Pforzheim Pirmasens Pirna Plauen Potsdam Quedlinburg Recklinghausen Regensburg Remscheid Reutlingen Riesa Rosenheim Rostock Saarbrücken Salzgitter Sassnitz Schwabach Schwedt/Oder Schweinfurt Schwerin Schwäbisch Gmünd Siegen Sindelfingen Solingen Speyer Stendal Straubing Stuttgart Suhl Taucha Teltow Teterow Trier Tübingen Ulm Velten Viersen Villingen-Schwenningen Weiden in der Oberpfalz Weimar Wiesbaden Wilhelmshaven Wismar Witten Wittenberg Wolfsburg Wolgast Worms Wuppertal Würzburg Zweibrücken Zwickau