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22.07.2010

"Kreativität und Stadtentwicklung" (Stand Juli 2010)

Arbeitspapier

Die Fachkommission "Stadtentwicklungsplanung" hat ein Arbeitspapier zum Thema "Kreativität und Stadtentwicklung" vorgelegt. Dieses Papier befasst sich mit der Bedeutung und den Auswirkungen der Kreativität für die Stadtentwicklung. Ausgehend von den von Richard Florida vertretenen Thesen, dass wirtschaftliche Wachstumsregionen jene sind, in denen alle drei Faktoren "Talent, Technology und Tolerance" gebündelt vorhanden sind, befasst sich das Papier kritisch mit diesem Ansatz und fordert als Konsequenz, dass die Städte zur Nutzung von Kreativitätspotenzialen und Wissen langfristige, alle kommunalen Aufgabenfelder umfassende integrierte Konzepte, Strategien und Maßnahmen entwickeln sollten.

Das Papier hebt die Bedeutung von kreativen Netzwerken in den Bereichen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen, der Bildungslandschaften und der Keativwirtschaft hervor. Bildung ist ein zentraler Erfolgsfaktor, um Potenziale für Kreativität zu erschließen. Die Städte können Bildung fördern, indem sie Bildungslandschaften schaffen, die alle Bildungsträger vernetzen und so früh eine Basis für berufliche Qualifikation und lebenslanges Lernen schaffen.

Wissens- und Kreativtransfer wird gefördert, indem die Stadt alle relevanten Akteure zusammen bringt. Diese Netzwerke fördern anregende Milieus, die Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Einrichtungen sind. Ein Marken- und Positionskonzept, das an "Emotionen" und "Images" anknüpft, macht den Standort eindeutig identifizierbar.

Im Papier wird ausführlich begründet, dass kreative Räume nicht systematisch geplant, aber durchaus konstruktiv gefördert werden können. Auf Konzeptansätze und Instrumente wird hingewiesen. Sieben verschiedene Raumtypen, auf die sich ein integrierter Planungsansatz ausrichten kann, werden identifiziert. Hierbei handelt es sich um keine abschließende Auflistung. Bei der Förderung kreativer Räume besteht aber auch die Gefahr, dass hochwertige Umnutzungen und aufwendige Modernisierungen zu Imageveränderungen von Räumen führen können. Der kreative Raum wird gentrifiziert und die „Kreativen“ ziehen weiter.

Gut funktionierende lokale Kommunikationskulturen und kooperationsfördernde Rahmenbedingungen in der öffentlichen Verwaltung tragen wesentlich zur Entfaltung der Kreativität in der Kommune bei. Hierzu gehören sowohl ein erweitertes Planungsverständnis als auch eine kreative Planungskultur, die mehr Eigenverantwortung und die Kultivierung des Experiments fördert.

Letztlich hängt die Kreativität einer Stadt auch davon ab, ob es ihr gelingt, Chancen für diejenigen zu schaffen und zu verbessern, die auf geglückte Integration und soziale Inklusion kaum noch hoffen können. Damit ist Stadtentwicklungspolitik zur Förderung der Kreativität auch eine aktive Struktur-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik unter Beachtung einer Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik. Erfolgreich ist diese Politik, wenn es gelingt, soziale Segregation einzudämmen.

Arbeitspapier "Kreativität und Stadtentwicklung" (Stand Juli 2010) 
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Schwerpunkte

  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur und Luftreinhaltung Mehr

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