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05.12.2011

Klimagerechte und energieeffiziente Stadtentwicklung

Positionspapier der FK Stadtentwicklungsplanung

Der Deutsche Städtetag hat sich bereits 2008 mit einem Positionspapier „Klimaschutz in den Städten“ mit dem umfassenden Themenbereich Klima und Stadt befasst. Dabei steht in dem genannten Positionspapier mehr die sektorale Betrachtung zu Schwerpunktthemen wie Energieerzeugung, Energieeinsparung/Energieeffizienz, Entsorgungsinfrastruktur, Bauleitplanung, Wohnungswesen und Verkehr im Vordergrund. Auch in den Positionspapieren „Nachhaltiger und sozial gerechter Stadtumbau – ein Gebot der Stunde“ (Beschluss des Hauptausschusses des DST vom 10.02.2011) und „Strategien und Instrumente nachhaltiger Stadtentwicklung“ (Beschluss des Präsidiums des DST vom 22.03.2011) werden die Themenbereiche Klimaschutz und Klimawandel erwähnt, es ist aber bisher noch keine Positionierung zu der Verflechtung und integrierten Bearbeitung von Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel mit der Stadtentwicklungsplanung erfolgt.

Mit dem Positionspapier „Klimagerechte und energieeffiziente Stadtentwicklung“ der FK Stadtentwicklungsplanung sind nunmehr Hinweise für integrierte Strategie- und Handlungskonzepte entwickelt worden:

1. Die Herausforderungen des Klimawandels bergen für die Städte Chancen und Risiken zugleich. Ein langfristiges, integriertes Leitbild für eine klimagerechte und energieeffiziente (d. h. für eine kompakte, flächensparende und funktionsgemischte Stadtentwicklung nach Innen) ist als Richtschnur erforderlich. Dabei ist es sinnvoll, unterschiedliche Entwicklungspfade in Szenarien zu beschreiben, um letztendlich ein Optimum zu erzielen.

2. Ein langfristiges Leitbild nachhaltiger, klimagerechter und energieeffizienter Stadtentwicklung sowie der daraus abzuleitende Ziele und Handlungsprogramme sollten in einem offenen Dialog und möglichst in Kooperation mit allen Akteuren der Stadtentwicklung erfolgen. Angestrebt wird ein Gleichgewicht zwischen einer systematischen und konzeptorientierten Gesamtstrategie (top-down), und den zahlreichen einzelnen bottom-up Strategien der beteiligten Akteure (z. B. Wohnungsbaugesellschaften, Energieversorger, aktive Bürgergruppen und Vereine).

3. Die erforderlichen wissenschaftlichen Grundlagen und Kenntnisse über Klimaschutz, Energieeffizienz und Anpassung an den Klimawandel sind systematisch nach und nach zu erarbeiten und mit der integrierte Stadtentwicklungsplanung zu verknüpfen.

4. Ziele für eine klimagerechte und energieeffiziente Stadtentwicklung sollten – unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer, ökologischer und kultureller Dimensionen – für wesentliche Handlungsfelder und Maßnahmenbereiche quantifizierbar formuliert werden. Dabei sollen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel integriert betrachtet und auch die jeweiligen Interdependenzen und Zielkonflikte berücksichtigt werden.

5. Integrierte Handlungsprogramme mit abgestuften Zeithorizonten sollten von den Städten politisch verbindlich aufgestellt und die erforderlichen organisatorischen, personellen und finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden. Der Schlüssel liegt dabei im Bestand und in einem klimagerechten und energieeffizienten Stadtumbau.

6. Diese Handlungsprogramme sollten einen klaren Raumbezug mit sachlichen und räumlichen Prioritätensetzungen enthalten. So können klimatisch-energetische Konzepte mit anderen räumlichen Zielen und Maßnahmen verknüpft und Investitionen (öffentlich, privat, Fördermittel aus unterschiedlichen Programmen) gebietsbezogen gebündelt werden.

7. Die Umsetzung einer klimagerechten und energieeffizienten Stadtentwicklung erfordert (auch) eine Weiterentwicklung der (planungs)rechtlichen Instrumente sowie verlässliche, aufeinander abgestimmte und ausreichend dotierte Kredit- bzw. Förderprogramme. Der Einsatz der verschiedenen Instrumente der Stadtentwicklung (informelle und formelle planerische Instrumente, ordnungsrechtliche Möglichkeiten sowie fiskalische und investive Instrumente) sollte im Rahmen eines integrierten Stadtentwicklungsmanagements koordiniert werden.

8. Die Erreichung der CO2-Minderungs- und Energieeffizienzziele sind durch ein laufendes quantitativ ausgerichtetes Monitoring zu kontrollieren. Daraus ergeben sich auch Erkenntnisse in welchen Bereichen nachgesteuert werden sollte. Auch nicht quantifizierbare Ziele (planerische Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel) sind durch ein qualitatives Monitoring periodisch zu evaluieren.

Positionspapier 
(PDF-Datei) Download (157 kB)

Schwerpunkte

  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur und Luftreinhaltung Mehr

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