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16.06.2017

Verleihung des Integrationspreises 2017

Zusammenleben mit neuen Nachbarn – Preis geht nach Lippstadt und Rheinsberg

  • 12 herausragende Integrationsprojekte auf der Shortlist

  • Juryvorsitzender Mitri Sirin lobt großes Engagement in ganz Deutschland

Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet der "Integrationspreis 2017" hervorragende Projekte aus, die dazu beitragen, in den Wohnquartieren lebendige Nachbarschaften zu erhalten, Ausgrenzung zu vermeiden und Integration zu unterstützen. Eine 11-köpfige Fachjury hat unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin aus dem großen Feld der qualitätsvollen Bewerbungen die besten Projekte ausgewählt. Zwei von ihnen wurden am 13. Juni in Hamburg mit dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert. Insgesamt hatten es 12 Projekte auf die Nominierungsliste geschafft.

Die Jury war beeindruckt von der Qualität und Vielfalt der vielen eingereichten Projekte. "Die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen. Die eingereichten Projekte und Initiativen sind hervorragende Beispiele dafür, wie Konflikten innerhalb von Nachbarschaften begegnet werden kann. So kann Integration gelingen!", so die Einschätzung des Juryvorsitzenden Mitri Sirin.

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium, zeichnete gemeinsam mit den Auslobern die Preisträger für ihr umfassendes Engagement aus. "Wir ehren heute herausragende Projekte, die den Gedanken der Integration in den Wohnquartieren und Nachbarschaften beispielhaft umgesetzt haben. Ihr Engagement in ihren Nachbarschaften für die Gesellschaft ist vorbildlich. Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich und wünschen Ihnen alles Gute für ihre weitere Arbeit", erklärte Pronold anlässlich der Preisverleihung.

Der Wettbewerb ist eine Gemeinschaftsinitiative des AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, des Deutschen Städtetages, des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Deutschen Mieterbundes und des vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt.


PREISTRÄGER

Kategorie: Netzwerke

  • Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund 'Rheinsberger Initiative' – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger unterstützt die Integration von Flüchtlingsfamilien Einreicher: Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH (REWOGE)

Im Oktober 2014 stand die kleine Stadt Rheinsberg erstmals vor der Aufgabe, Geflüchtete aufzunehmen. Die Stadtverwaltung und die Wohnungsgesellschaft REWOGE setzten von Anfang an auf eine dezentrale Unterbringung, damit der unmittelbare Kontakt zu den Einheimischen das Ankommen erleichtert.

40 Wohnungen wurden seitens der Wohnungsbaugesellschaft über Einzelmietverträge bereitgestellt. Parallel dazu übernahm die 'Rheinsberger Initiative', als neues Netzwerk von Ehrenamtlichen, Wohnungsgesellschaft, Schulen, sozialen Trägern und Stadtverwaltung entstanden, die Koordination von Hilfsangeboten nach dem Motto: Hilfe anbieten, wo sie erwünscht und abgefragt wird.

Statt Bevormundung wurde die Selbständigkeit der neuen Rheinsberger gefördert. Über eine transparente Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch das Magazin "Stadtleben" wurde die Rheinsberger Bevölkerung informiert. Eine "Lebensfibel" wurde gemeinsam erarbeitet und informiert über Regeln im nachbarschaftlichen Zusammenleben. Die neuen Bürger besuchen Sprachkurse, Schulen, arbeiten in örtlichen Betrieben oder absolvieren erste Praktika, bringen sich aktiv im öffentlichen Leben ein.

Die Jury würdigt, wie die Integration Geflüchteter in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wohnungsgesellschaft und Bürgerschaft gelungen ist. Mittlerweile leben 200 Geflüchtete in Rheinsberg.

Ein Foto zum Projekt finden Sie hier.
Das Video zum Projekt finden Sie hier.
 

Kategorie: Nachbarschaften

  • Flüchtlingen ein Gesicht geben 'Migranten mischen mit' (MMM) in Lippstadt Ein Projekt von jungen Flüchtlingen für junge Flüchtlinge Einreicher: AWO Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland/ Soest, Jugendmigrationsdienst

Hinter jedem geflüchteten Menschen steht ein Schicksal, eine Geschichte. Jeder Einzelne von ihnen hat Talente, die unsere Gesellschaft bereichern können. Diese Botschaft vermit-telt das Projekt "Flüchtlingen ein Gesicht geben". Einmal wöchentlich trifft sich die Gruppe MMM "Migranten mischen mit" im Jugendmigrationsdienst der AWO.

Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren sind fast alle auch als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und kennen die Situation der neueingewanderten Jugendlichen sehr genau. Mit professioneller Unterstützung durch die Arbeiterwohlfahrt erarbeitete die Gruppe ein Konzept für die Durchführung von Interviews mit den Zuwanderern.

Aus den Antworten auf Fragen wie: Warum hast du dein Land verlassen? Wie hast du die Flucht erlebt? Was sind deine Stärken? Was sind deine Wünsche und Träume für die Zukunft? setzen sich bereits kleine Geschichten zusammen. Es entstanden ausdrucksstarke Ausstellungstafeln mit sorgfältig zusammengestellten Texten und den dazugehörigen Porträtfotos der interviewten Gesprächspartner.

Über ein Bühnenprogramm, die Presse und eine Wanderausstellung, die u.a. in Schulen präsentiert wird, hat das Projekt bereits weit über 2.000 Personen unmittelbar erreicht.

Die Jury war beeindruckt: Das Projekt schafft Gelegenheiten zur Begegnung und führt junge Geflüchtete, über den durch die Porträts gelingenden Perspektivwechsel, auf neue Weise mit der einheimischen Bevölkerung zusammen.

Ein Foto zum Projekt finden Sie hier.
Das Video zum Projekt finden Sie hier.

Eine Liste aller Nominierten finden Sie im Anhang, Fotos aller Nominierten hier. Weitere Informationen: http://www.preis-soziale-stadt.de/integrationspreis/ und http://web.gdw.de/service/wettbewerbe/integrationspreis-2017
 

Liste aller nominierten Projekte - Integrationspreis 2017 
(PDF-Datei) Download (129 kB)

Zuwanderungsland Deutschland – Herausforderung für die WohWi - 11 Fakten zur Integration 
(PDF-Datei) Download (308 kB)

Schwerpunkte

  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur und Luftreinhaltung Mehr

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