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08.11.2016

Sprachintegrationsklassen der Berufsvorbereitung an den beruflichen Schulen

Nürnberg

Die Sprachintegrationsklassen der Berufsvorbereitung an den beruflichen Schulen, die in Nürnberg in kommunaler Trägerschaft stehen, stellen ein unverzichtbares Einstiegsangebot für neu zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene dar: Sie fallen unter die Vollzeit-Berufsschulpflicht und können so zwei Jahre in Vollzeit die Schule besuchen, Deutsch lernen, ggf. einen Schulabschluss erwerben und sich beruflich orientieren.

Auf die steigenden Zahlen spät eingereister ausländischer Jugendlicher hatten die kommunalen Berufsschulen bereits vor zehn Jahren reagiert. Die ersten Klassen mit dem Ziel der sprachlichen Integration wurden in Nürnberg bereits 2005 als Modellversuch eingerichtet und damit eine neue Form der Berufsvorbereitung im Rahmen des Regelangebots "Berufsintegrationsjahr" eingerichtet. Damals richtete sich das Angebot jedoch noch an Schülerinnen und Schüler mit schlechten Deutschnoten aus allgemeinbildenden Schulen, die in der Regel in Deutschland geboren waren.

Konzepte zum primären Spracherwerb neu Zugezogener entstanden auf Initiative Nürnbergs dann im Jahr 2010/11. Das Berufsintegrationsjahr (BIJ-BAF) und das Berufsvorbereitungsjahr zur Sprachintegration (BVJ-si) starteten im Schuljahr 2010/11 mit sechs Klassen und 111 jungen Menschen. Dieses Angebot musste stetig aufgestockt werden. Im Schuljahr 2014/15 besuchten 344 junge Menschen 24 Sprachintegrationsklassen, im Schuljahr 15/16 waren es bereits 40 Klassen. Zum Schuljahr 2016/17 sind in Nürnberg über 60 Klassen der Berufsvorbereitung gestartet. Das Nürnberger Modell ist seit einigen Jahren bayernweit übernommen worden.

Seit dem Schuljahr 2015/16 wird ein drittes Jahr der Berufsvorbereitung angeboten, das die Nürnberger beruflichen Schulen in Zusammenarbeit mit den Kammern und der Arbeitsagentur als zusätzliches Modul entwickelt haben. Es richtet sich an Jugendliche, die überwiegend außerhalb Deutschlands ihre Schullaufbahn absolviert haben, nicht über die für eine Berufsausbildung erforderlichen Deutschkenntnisse verfügen, aber eine betriebliche Ausbildung anstreben und sich im betrieblichen Alltag in deutscher Sprache verständigen können.

Sie schließen mit einem Unternehmen einen Vertrag über ein Langzeitpraktikum im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (EQ), das sich am Berufsbild eines Ausbildungsberufs orientiert. Dadurch erhalten sie die Berechtigung zum Besuch der Berufsschule und arbeiten in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis mit Vergütung. Die Jugendlichen erhalten die Erlaubnis zur Aufnahme der Ausbildung. Die beteiligten Betriebe werden durch die Agentur für Arbeit unterstützt. In der Berufsschule liegt ein Schwerpunkt auf der Verbesserung der fachsprachlichen Kompetenzen sowie auf der Orientierung an konkreten betrieblichen Handlungssituationen.

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

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