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08.11.2016

Elternarbeit der Kindertageseinrichtungen mit Migranten und Migrantinnen

Münster

Zugewanderte Familien kennen die Angebote der Kindertagesbetreuung in der Regel nicht aus ihren Herkunftsländern. Damit ihre Kinder dennoch an der Elementarbildung teilhaben können, werden spezielle Angebote der Sprachförderung und Integration für Eltern und Kinder unterbreitet.

Neben dem Bundesprogramm der Sprachkitas, das in vielen Städten umgesetzt wird, hat die Stadt Münster folgende besondere Angebote entwickelt:

Sprachförderung und Integration für Eltern von Kita-Kindern

Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien unterstützt vor diesem Hintergrund seit Jahren Sprachförder- und Integrationsmaßnahmen für Eltern von Kita-Kindern. Im Kita-Jahr 2015/2016 werden aktuell 22 Maßnahmen in 17 Kindertageseinrichtungen umgesetzt.

Mit diesen Maßnahmen werden durchschnittlich zwischen 150 und 200 Eltern von Kita-Kindern erreicht.

Kulturell und sprachlich bedingte Unsicherheiten bilden nicht selten hohe Schwellen für Eltern im Umgang mit Institutionen. Hiervon ist häufig auch die Kooperation mit Kindertageseinrichtungen betroffen. Die elterliche Mitwirkung und Teilhabe am Geschehen in der Kindertageseinrichtung ist jedoch ein wesentlicher Baustein für eine positive Entwicklung von Kindern.

Häufig betroffen sind Mütter, wenn sie primäre Bezugspersonen für ihre Kinder sind. Die Effektivität der Bildungs- und insbesondere Sprachförderangebote für die Kinder in Kindertageseinrichtungen kann durch die gleichzeitige Förderung ihrer Eltern in der deutschen Sprache wie auch durch die Pflege ihrer Muttersprache unterstützt werden.

Ausbildung von Migrantinnen zu Sprach- und Kulturmittlerinnen

Die Zusammenarbeit von Eltern sowie Erzieherinnen und Erziehern in Kindertageseinrichtungen ist ein zentraler Baustein für gelingende Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertageseinrichtungen. Eine solche "Erziehungspartnerschaft" ist auch abhängig von der Qualität der Kommunikation. Bei der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Kulturen sind neben rein sprachlichen Aspekten auch kulturelle und religiöse Hintergründe wichtig für ein gutes Verständnis.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes qualifizieren deshalb das "Haus der Familie Münster" und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster 15 bildungsgewohnte Frauen mit Migrationsgeschichte zu Sprach- und Kulturmittlerinnen, die in Kitas eingesetzt werden. Der Einsatz der Sprach- und Kulturmittlerinnen ist für die Beteiligten kostenlos. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der präventiven Hilfen. Die Vermittlung erfolgt über das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien.

Eltern-Kind-Gruppen und Spielgruppen für Flüchtlingskinder

Der Besuch einer Kindertageseinrichtung bildet die beste Voraussetzung für die sprachliche Bildung zugewanderter Kinder. Für Flüchtlingsfamilien können sich die Zugänge in die Kindertagesbetreuung aus ganz unterschiedlichen Gründen als schwierig erweisen.

Zur Unterstützung von Kindern, die keine Kita besuchen, hat das Land ein entsprechendes Förderprojekt entwickelt. In Kooperation mit freien Trägern der Jugendhilfe – insbesondere der Familienbildungsstätten – und in Abstimmung mit dem Sozialdienst für Flüchtlinge des Sozialamtes sowie den Trägern der Flüchtlingsunterkünfte werden in Münster einige dieser Brückenprojekte bereits umgesetzt, weitere sind beantragt.

Bei der Ausgestaltung der einzelnen Projekte wurde Wert auf eine möglichst intensive Beteiligung von Eltern gelegt. So können kitaspezifische Anforderungen an eine gute Kooperation mit Eltern transportiert und ihre Umsetzung eingeübt werden.

Die Angebote finden häufig in den Räumlichkeiten der Flüchtlingsunterkünfte statt.

Vor dem Hintergrund eines grundsätzlich angespannten Fachkräftemarktes hängt der weitere Ausbau dieser Brückenprojekte derzeit von der weiteren Gewinnung entsprechender Fachkräfte ab.

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

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